Valladolid Yucatán: Sehenswürdigkeiten, Cenoten & Maya-Ruinen
Valladolid im Herzen der mexikanischen Halbinsel Yucatán ist der perfekte Ausgangspunkt für alle, die die Highlights der Region entdecken wollen. Die charmante Kolonialstadt überzeugt mit ihrem historischen Hauptplatz, der imposanten Iglesia de San Servacio, der malerischen Calzada de los Frailes und dem Convento de San Bernardino. Von hier aus erreichst du außerdem berühmte Maya-Ruinen wie Chichén Itzá und Ek Balam sowie beeindruckende Cenoten wie Suytun und Zací – ideale Orte zum Schwimmen, Fotografieren und Staunen. In diesem Guide zeige ich dir die schönsten Valladolid Sehenswürdigkeiten und gebe praktische Reisetipps, damit dein Besuch unvergesslich wird.
Valladolid auf einen Blick
Valladolid liegt mitten in Yucatán, etwa auf halbem Weg zwischen Mérida und Cancún, und ist damit der perfekte Ausgangspunkt, um die Maya-Ruinen und Cenoten der Region zu erkunden. Die Stadt hat ungefähr 50.000 Einwohner und strahlt ein gemütliches, entspanntes Flair aus.
Die beste Reisezeit ist von November bis April, wenn es nicht zu heiß ist und die Regenwahrscheinlichkeit gering. Im Sommer kann es schon mal richtig schwül werden, aber dafür ist die Landschaft dann saftig grün.
Ich empfehle dir, 3 Nächte in Valladolid zu bleiben, wenn du nicht nur die Stadt entdecken, sondern auch noch den ein oder anderen Ausflug machen willst. Und das solltest du unbedingt. Von Valladolid aus erreichst du nämlich ganz schnell einige besondere Yucatán-Highlights.
Und wenn du dir noch unsicher bist, wie Valladolid am besten in eine Yucatán-Reiseroute passt, schau unbedingt in meinen Blogbeitrag „14 Tage Yucatán – die perfekte Reiseroute“. Dort zeige ich dir, wie du die Highlights clever in eine Route einbindest, ohne dass die Fahrtzeiten zu stressig werden.
Valladolid entdecken: Highlights in der Stadt
Hauptplatz & Iglesia de San Servacio
Der Hauptplatz von Valladolid ist das Herz der Stadt und ein guter Ort, um das typische mexikanische Stadtleben zu beobachten. Mittelpunkt ist die Iglesia de San Servacio, eine Kolonialkirche, die im 16. Jahrhundert nach der spanischen Eroberung gebaut wurde. Kirchen sind eigentlich nicht so mein Ding, da der Heilige Geist noch nicht über mich gekommen ist. Trotzdem muss ich zugeben, dass die Iglesia de San Servacio doch ganz nett anzuschauen ist.
Der Hauptplatz selbst ist richtig lebendig. Rundherum gibt es kleine Cafés, Restaurants und Läden, perfekt um Souvenirs zu stöbern oder sich eine kleine Pause zu gönnen. Im kleinen Park neben der Kirche findest du einige Streetfood-Stände. Dort gibt es typische Snacks wie die berühmte Marquesita, die für mich persönlich kein kulinarisches Event war, aber ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.
Ab spätem Nachmittag, gegen 17 oder 18 Uhr, wird es besonders spannend. Viele Leute, die Tagestouren nach Chichén Itzá gemacht haben, halten auf dem Rückweg hier am Hauptplatz. Gleichzeitig startet oft ein kleines Programm mit traditionellen mexikanischen Tänzen. Die Aufführungen sind kostenlos, Trinkgeld für die Künstler ist gerne gesehen. Am frühen Abend ist hier immer viel los und die Stimmung richtig lebendig, ein super Moment, um mitten ins Stadtleben einzutauchen.
Durch die Altstadt schlendern – ein Spaziergang durch die Zeit
Valladolid ist so ein richtig buntes Pueblo (Stadt) in Yucatán. Überall leuchten die Häuser in knalligen Farben, von Zitronengelb bis Himmelblau, und machen die Stadt einfach fotogen. Ich fühlte mich ein bisschen wie in einem mexikanischen Bilderbuch, nur dass es hier mehr Eisstände und kleine Läden gibt, in denen man rumstöbern kann.
Die Calzada de los Frailes fand ich besonders schön. Kopfsteinpflaster, bunte Häuser, kleine Cafés und Boutiquen – man möchte am liebsten einfach ewig durch die Straße schlendern. Ich hatte fast das Gefühl, die Leute hier leben in einem Dauerurlaub – und war dementsprechend auch bissi neidisch.
Wenn dir nach dem Bummeln zu heiß wird, gibt es direkt in der Stadt die Cenote Zací, ein super Ort, um sich abzukühlen und ein bisschen zu planschen, bevor man weiter durch die bunten Straßen zieht.
Cenote Zací – mitten in der Stadt planschen
Die Cenote Zací liegt mitten in Valladolid, nur ein paar Gehminuten vom Hauptplatz entfernt, und ist damit perfekt, wenn man nach dem Bummeln in den bunten Straßen eine kleine Abkühlung braucht. Mit einer Größe von etwa 45 Metern Durchmesser und einer Tiefe von ungefähr 30 Metern gehört sie zu den größeren Cenoten der Region.
Ich fand es ziemlich cool, dass mitten in der Stadt so ein natürlicher Pool existiert. Es ist nicht riesig, aber genau richtig, um kurz reinzuspringen und sich zu erfrischen, während man noch ein bisschen das Stadtleben beobachtet. Eintritt kostet auch nur ein paar Peso.
Convento de San Bernardino – Geschichte zum Anfassen
Das Convento de San Bernardino de Siena liegt ein Stück außerhalb des Hauptplatzes von Valladolid. Gegründet im 16. Jahrhundert von den Franziskanern, beeindruckt es vor allem mit seiner schlichten, aber schönen Architektur und dem weitläufigen Innenhof.
Ehrlich gesagt ist es tagsüber eher ein ruhiger, entspannter Ort – für jemanden wie mich, der nicht so auf Kirchen und ähnliches steht, ist es kein Knaller. Aber abends wird es richtig cool: Jeden Abend gibt es eine Projektion zur Geschichte der Stadt, zuerst auf Spanisch um 21:00 Uhr, dann auf Englisch um 21:20 Uhr. So bekommt man die Geschichte von Valladolid auf eine richtig coole, visuelle Art vermittelt, und plötzlich wird der Besuch doch zu einem Highlight.
Sehenswürdigkeiten rund um Valladolid
Valladolid ist nicht nur selbst ein schönes Städtchen, sondern auch der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Von hier aus kommst du easy zu einigen der bekanntesten Highlights Yucatáns.
Chichen Itzá: Weltwunder der Maya
Chichén Itzá ist das bekannteste Maya-Weltwunder in Mexiko und gehört zum Pflichtprogramm fast jeder Yucatán-Reise. Die Pyramide von Kukulcán hast du bestimmt schon tausendmal auf Fotos gesehen – aber live ist sie nochmal eine ganz andere Nummer. Das UNESCO-Weltkulturerbe zieht jedes Jahr Millionen Besucher an, und ehrlich gesagt: ja, es ist touristisch. Aber trotzdem solltest du es dir nicht entgehen lassen.
Neben der großen Pyramide El Castillo hat die Anlage hat noch viel mehr zu bieten: den riesigen Ballspielplatz, auf dem die Maya früher vermutlich um mehr als nur den Sieg gespielt haben, die prachtvolle Halle der Tausend Säulen und die mysteriöse Cenote Sagrada, in die einst Opfergaben (und angeblich auch Menschen) geworfen wurden.
Der Eintritt liegt aktuell bei rund 30 € und lohnt sich auf jeden Fall. Am besten kommst du vormittags, denn ab dem frühen Nachmittag rollt die Touri-Welle aus Cancún und Tulum an, und plötzlich wird’s hier ziemlich voll.
Ganz wichtig: Sonnenschutz. Und zwar richtig. Hut, Sonnencreme, Wasser – alles. Schatten gibt’s hier kaum, Bäume sind Mangelware, und die Sonne meint es sehr ernst.
Ek Balam – die weniger bekannten Maya-Ruinen
Wenn du genug von Chichén Itzá hast oder einfach Lust auf etwas Ruhigeres, ist Ek Balam genau richtig. Die Ruinen sind kleiner und nicht so überlaufen, aber dafür darf man hier noch auf die Pyramiden klettern – und der Blick von oben über den Dschungel ist einfach großartig. Ich fand es total cool, zwischen den gut erhaltenen Gebäuden herumzulaufen und die alten Maya-Fresken zu entdecken, die noch an manchen Wänden zu sehen sind.
Ek Balam hat für mich einen richtig entspannten Vibe. Man hat genug Platz, um Fotos zu machen, ohne dass ständig andere Touristen durchs Bild laufen, und die Natur drumherum macht das Ganze noch schöner. Wer Lust auf ein bisschen Abenteuer hat, kann sogar die große Pyramide erklimmen – festes Schuhwerk ist hier aber wirklich empfehlenswert, sonst rutschst du schneller wieder runter, als du denkst.
Von Valladolid aus sind es etwa 30 Kilometer, also circa 30–40 Minuten Fahrt mit dem Auto oder Taxi. Wer keinen eigenen Wagen hat, kann auch einen Tagesausflug buchen, der Ek Balam mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung kombiniert.
Cenote Suytun – die berühmte Insta-Cenote
Wenn du auf Instagram schon mal nach Yucatán-Cenoten gesucht hast, bist du an der Cenote Suytun wahrscheinlich nicht vorbeigekommen. Der runde Steg in der Mitte des Wassers mit dem Lichtstrahl von der teilweise offenen Decke ist das absolute Postkartenmotiv. Kein Wunder, dass hier jeder unbedingt ein Foto machen will.
Wir hatten den Tipp bekommen, etwa eine Stunde vor Schließung zu kommen – und das war Gold wert. Fast niemand war mehr da, wir konnten die Cenote fast für uns alleine genießen und in Ruhe schwimmen, ohne dass ständig jemand durchs Bild läuft. Eintritt kostet etwa 10 Euro, es ist ziemlich touristisch, dafür aber gut ausgebaut. Es gibt Schwimmwesten, die man in den Cenoten übrigens tragen muss, und sanitäre Anlagen, falls man sich vorher noch frisch machen möchte.
Wenn du unbedingt das berühmte Insta-Foto mit dem Sonnenstrahl haben willst, solltest du vormittags kommen. Aber Achtung: Dann heißt es lange anstehen. Wer darauf verzichten kann, ist am späten Nachmittag besser dran – ruhig, entspannt und trotzdem wunderschön. Das Wasser ist super klar und richtig türkis, perfekt zum Schwimmen oder einfach nur zum Staunen.
Cenote Suytun liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Valladolid, also rund 20 Minuten Fahrt.
Uayma – die süßeste Kirche Mexikos?
Nur 13 Kilometer von Valladolid entfernt liegt das kleine Dorf Uayma, und dort wartet eine Kirche, die man einfach gesehen haben muss. Auch für mich Nicht-Kirchen-Fan war die Iglesia de Uayma wirklich ein Hingucker. Die Fassade ist rot-weiß mit Mustern und Sternen und sieht aus, als hätte dort jemand Photoshop in echt probiert.
Die Kirche ist klein, aber fotogen und ein super kurzer Stopp, wenn du die Gegend erkundest. Drumherum gibt es ein paar Häuser, kleine Shops und ein bisschen Dorfleben. Man muss hier keine Stunde verbringen, aber für einen kurzen Abstecher lohnt es sich auf jeden Fall.
Uayma liegt etwa 20 Minuten von Valladolid entfernt, also super machbar für einen halben Ausflug oder als Zwischenstopp auf dem Weg zu Ek Balam oder Chichén Itzá.
Lohnt sich Valladolid?
Kurz gesagt: ja! Valladolid ist bunt, entspannt und perfekt zum Bummeln. Die Altstadt, Cenote Zací und die kleinen Cafés machen Spaß, abends sorgt der Hauptplatz für Stimmung. Von hier aus kommst du easy zu Chichén Itzá, Ek Balam und weiteren Highlights der Region. Ich würde sagen: Da kann man nicht meckern.
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