Indonesien in 3 Wochen – meine Reiseroute von Java über Bali bis Lombok

Drei Wochen, vier Inseln, und mindestens genauso viele Tempel, Reisterrassen und Kokosnüsse. Meine Reiseroute durch Indonesien führte mich von der Kulturstadt Yogyakarta über den Vulkan Bromo bis zu den Stränden Lomboks – mit einem Abstecher auf Bali, das ich diesmal ganz neu entdeckt habe.

Wenn du Indonesien zum ersten Mal bereist (oder einfach mehr als nur Bali sehen willst), ist diese Route der perfekte Mix aus Kultur, Natur und Entspannung.

Ein paar Fakten über Indonesien, bevor’s losgeht

Bevor ich dich mitnehme auf meine dreiwöchige Route, hier ein paar spannende Fakten über Indonesien – das Land, in das ich mich wirklich verliebt habe:

  • Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt – über 17.000 Inseln, von denen nur ein Bruchteil bewohnt ist. Wenn du jeden Tag eine andere Insel besuchen würdest, wärst du fast 47 Jahre unterwegs.

  • Mit rund 275 Millionen Einwohnern ist Indonesien das viertbevölkerungsreichste Land der Welt.

  • Es werden mehr als 700 Sprachen gesprochen!

  • Indonesien liegt mitten auf dem “Ring of Fire” – hier brodeln über 120 aktive Vulkane.

  • Etwa 87 % der Indonesier sind Muslime, aber auf Bali ist der Hinduismus dominant.

Beste Reisezeit

Trockenzeit: Mai–Oktober,  ideal für Rundreisen, Vulkan- und Strandtouren

Regenzeit: November–April , kurze, heftige Schauer, Landschaft sehr grün

Wenn du planst, mehrere Inseln zu kombinieren, bleib bei der Trockenzeit – gerade Lombok und Bali sind dann am schönsten.

Meine Reiseroute im Überblick

Tag Station Highlights
1-4 Yogyakarta

Borobudur & Prambanan Tempel, Malioboro Street, Sonnenuntergänge

4-7 Malang

Mount Bromo Sonnenaufgang, bunte Viertel Jodipan & Kampung Biru, Wonosari Teefelder

7-10 Bedugul Tempel, Wasserfälle, Reisterrassen
10-13 Sidemen

Reisterrassen, Wasserfälle,  Dayclubs

13-16 Kuta

Strände, entspannte Surf-Vibes

16-19 Senggigi

Palmenhaine, einsame Strände, Schildkröten, Sonnenuntergänge

19-21 Gili Air

Strand, Entspannung, Lebensmittelvergiftung (ungeplant)

Woche 1 – Java: Tempel, Teeplantagen & ein Vulkanabenteuer

Tag 1-4: Yogyakarta

Meine Reise startete in Yogyakarta. Von Deutschland aus kann man nicht direkt hierher fliegen, deshalb empfehle ich einen Stopover in Kuala Lumpur. Von dort aus sind die Flüge nach Yogyakarta schnell und günstig, und die Anbindung aus Deutschland ist auch super. Wenn du die Zeit hast, plane ruhig 2–3 Nächte in KL ein – die Stadt ist wunderbar und es gibt viel zu entdecken. Wenn du wissen willst, was KL zu bieten hat, schau doch mal in meinen Beitrag zu KLs coolsten Sehenswürdigkeiten.

In Yogyakarta habe ich schnell gemerkt: Das ist das echte Indonesien – ganz anders als Bali. Keine Instaplaces, noch nicht so kommerzialisiert, und für die Einheimischen bist du als Europäer praktisch eine Rarität. Immer wieder wurden wir auf Java angesprochen, die Leute wollten Fotos machen – ich habe mich gefühlt wie Shakira und hänge jetzt wahrscheinlich in 20 indonesischen Wohnzimmern.

Wir haben die Malioboro Street besucht – sehr lebendig –, uns aber hauptsächlich auf Ausflüge außerhalb des Stadtzentrums konzentriert. Natürlich standen auch die berühmten Tempelanlagen auf dem Programm: Borobudur, der größte buddhistische Tempel der Welt, und Prambanan, ein beeindruckender hinduistischer Tempel.

Wer zwischendurch ein bisschen Natur und Ruhe sucht, findet in Yogyakarta auch wunderschöne Spots für den Sonnenuntergang, z. B. die Obelix Hills oder den Hutan Pinus Pengger.

Tag 4-7: Malang

Von Yogyakarta ging es für uns weiter nach Malang – mit dem Bus. Ja, du hast richtig gelesen. Mit. Dem. Bus.  Meine Recherchen vor der Reise hatten ergeben, dass es eine Zugverbindung zwischen Yogyakarta und Malang gibt. Sämtliche Reiseblogs schreiben etwas von „Zugverbindung“ und auch Einheimische meinten – joa, da fährt ein Zug. Ein Zug fährt tatsächlich, aber ich war zu dumm, online ein Ticket zu buchen – und zu faul, die Tickets am Bahnhof zu kaufen. Ich hatte schon Schweißperlen auf der Stirn und war mir fast sicher, für immer in Yogyakarta bleiben zu müssen, habe dann aber doch noch über 12Go eine Busverbindung gefunden. Die Fahrt dauerte 6 Stunden und kostete ca. 12 € pro Person. Zum Vergleich: Der Malioboro Train braucht 6–8 Stunden, je nach Verbindung, und kostet ab 15 €. Ich war also schneller, günstiger – und es gab sogar eine Lunchbox vom Busunternehmen. Außerdem sind die Busse mega komfortabel, man konnte praktisch im Liegen fahren. Hab das System gedrippelt, würde ich sagen.

Nach Malang sind wir vor allem gefahren, weil ich unbedingt auf den Mount Bromo wollte – ein aktiver Vulkan und die Top-Sehenswürdigkeit auf Java. Wir haben eine Sonnenaufgangs-Tour zum Bromo gemacht, und es war wirklich richtig cool, auch wenn nicht alles so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte. Von meiner Tour erzähle ich dir bald in einem separaten Beitrag.

Malang selbst ist aber auch ein richtiges Schmuckstück. Vor allem die bunten Stadtviertel Jodipan und Kampung Biru sind absolute Hingucker. Außerdem gibt es in dieser Gegend noch wunderschöne Teeplantagen, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Woche 2 – Bali: Reisterrassen, Wasserfälle und neue Seiten der Insel

Tag 7-10: Bedugul

Nach einer Woche verließen wir Java und machten uns auf den Weg nach Bali. Ich war guter Dinge, aber leider sah die Strecke auf Google Maps kürzer aus, als sie eigentlich war. Die gute Nachricht: Dieses Mal ging mit der Zugbuchung alles glatt. Die schlechte Nachricht: 7  Stunden Zugfahrt, dann noch eine Stunde mit der Fähre bis nach Bali – anstrengend. Und zu allem Überfluss hatte ich mich nicht nur mit der Strecke vermacht, sondern auch mit der Buchung des Airbnbs. Eigentlich wollte ich nach Munduk, das Airbnb lag aber ein paar Kilometer außerhalb, irgendwo in den Bergen – also nochmal 3 Stunden fahrt mit dem Grab. Am Ende wars dann aber doch ziemlich cool – wir hatten ein riesiges Airbnb, einen wunderbaren Blick auf 2 Bergseen, es waren nur 15 Grad und alles fühlte sich ganz anders an als das touristische Bali.

Von unserer Unterkunft nahe Bedugul konnten wir sehr schnell den Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan erreichen. Außerdem besuchten wir die Jatiluwih Reisterrassen und den Leke Leke Wasserfall. Der Touri‑Ansturm hielt sich ebenfalls in Grenzen.

Wenn du das erste Mal auf Bali bist, würde ich dir jedoch Ubud und/oder Sidemen als Basis empfehlen. Welche Orte sich auf Bali sonst noch lohnen, erfährst du übrigens in meinem Beitrag „Eine Reise durch Balis Highlights: Deine Must‑See‑Liste für die Insel“ — schau dort unbedingt vorbei.

Tag 10-13: Sidemen

Unser zweiter Stopp auf Bali war Sidemen – und für mich das absolute Highlight der Reise. Die Landschaft hat mich einfach umgehauen, die sanften Hügel, die sattgrünen Reisterrassen und die kleinen Dörfer drumherum machen den Ort unglaublich idyllisch. Die Sidemen Reisterrassen sind meines Erachtens tausendmal schöner als die in Ubud, weil hier einfach weniger los ist und man die Ruhe richtig genießen kann. Ich glaube, das ist der schönste Ort, den ich jemals gesehen habe, und ich hätte Stunden damit verbringen können, einfach durch die Felder zu spazieren, Fotos zu machen oder an einem der kleinen Wege innezuhalten und die Aussicht zu genießen.

Neben den Terrassen gibt es noch einiges zu entdecken, unter anderem eines meiner Bali-Highlights, den Gembleng Wasserfall. Er liegt etwa acht Kilometer von Sidemen entfernt und ist super leicht mit dem Roller zu erreichen. Das Besondere an diesem Wasserfall sind die kleinen natürlichen Pools, in denen man baden kann, und die Tatsache, dass er bei weitem nicht so überrannt ist wie andere Wasserfälle auf der Insel. Man fühlt sich fast wie in einem kleinen Geheimversteck mitten im Dschungel.

Wer Lust auf ein bisschen Entspannung mit Musik und Drinks hat, findet in Sidemen auch coole Day Clubs. Wir haben den Koli Koli Bali Day Club besucht und waren total begeistert – nicht überlaufen, schöne Lounge-Bereiche und eine richtig gute Atmosphäre. Insgesamt geht es in Sidemen deutlich ruhiger zu als im touristischen Süden oder in Ubud. Die Straßen sind kleiner, die Dörfer weniger hektisch und die Menschen scheinen einfach entspannter zu sein.

Kurz gesagt: Sidemen ist einfach mein Lieblingsort auf Bali. Wer die Natur liebt, Ruhe sucht und trotzdem ein paar coole Spots entdecken möchte, ist hier genau richtig.

Woche 3 – Lombok & Gili Air: Palmen, Strand und ungeahnte Zwischenfälle

Tag 13-16: Kuta

An Tag 13 unserer Reise war es für uns Zeit, Bali wieder zu verlassen. Mit dem Schnellboot ging es auf die Insel Lombok. Mit Grab fuhren wir zum Hafen in Padang Bai, dort gibt es auch die Fährtickets. Sie kosten etwa 20 Euro pro Person, die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Aber Pünktlichkeit braucht man hier nicht zu erwarten – alles wirkt ein bisschen chaotisch und unkoordiniert, am Ende waren wir dann doch mit etwa einer Stunde Verspätung auf dem Boot. Da von diesem Hafen nicht nur Lombok, sondern auch die Gili-Inseln angefahren werden, musst du mit ziemlich viel Andrang rechnen.

Unser erstes Ziel auf Lombok war Kuta. Ein ganz gemütliches Örtchen, das besonders bei Surfern beliebt ist. Es gibt viele Bars, Restaurants und Partys, aber abgesehen vom Strand gibt es nicht viel zu entdecken. Ich persönlich würde nicht noch einmal nach Kuta fahren, aber wenn du gerne surfst, wirst du es dort wahrscheinlich lieben.

Tag 16-19 Senggigi

Von Kuta ging es weiter nach Senggigi – und das hat mich wirklich umgehauen. Ich kam aus dem Staunen und Fotografieren gar nicht mehr heraus, als ich diese unglaublichen Palmenhaine überall gesehen habe. Außerdem gibt es in Senggigi die schönsten Sonnenuntergänge, die ich je erlebt habe – richtig magisch.

Ein weiteres unvergessliches Highlight war der Besuch der Schildkröten-Aufzuchtstation am Nipa Beach. Dort kann man gegen einen kleinen Spendenbetrag eine Schildkröte „adoptieren“ und sie selbst ins Meer freilassen. Das war eines der coolsten Dinge, die ich je gemacht habe – so ein besonderer Moment!

In Senggigis Umgebung gibt es außerdem noch jede Menge zu entdecken: wunderschöne Reisfelder, beeindruckende Wasserfälle und einsame Strände, an denen man teilweise komplett allein ist. Und wer Lust auf ein richtiges Abenteuer hat, kann sogar den Mount Rinjani besteigen – einen aktiven Vulkan, der mit rund 3700 Metern der zweithöchste Indonesiens ist. Ich hab’s mir allerdings verkniffen – meine Kondition liegt irgendwo bei minus 1000, und schon der Gedanke an eine zweitägige Wanderung mit Zeltübernachtung hat mich leicht ins Schwitzen gebracht. Respekt an alle, die das durchziehen. 

Fahr also unbedingt nach Lombok, bevor es zum zweiten Bali wird – wirst du nicht bereuen, versprochen.

Tag 19-21: Gili Air

Eigentlich sollte es nach Senggigi noch weiter auf die Gilis gehen. Wir haben uns für Gili Air entschieden – aus gutem Grund: Gili Trawangan ist bekannt für Party, Gili Meno für absolute Ruhe, und Gili Air gilt als perfekte Mischung aus beidem. Die Insel ist total entspannt, alles ist sandig, es gibt keinen Verkehr, keine Autos, nur Pferdekutschen, die gemütlich über die Wege klappern. Hier steht vor allem Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen im Vordergrund – genau das, was ich eigentlich vorhatte.

Allerdings überkam mich am Tag der Ankunft eine plötzliche Lebensmittelvergiftung – und wie sich später herausstellen sollte, war es nicht nur eine Lebensmittelvergiftung. Jedenfalls kann ich über die Insel selbst nicht viel erzählen, weil ich – abgesehen vom Hafen – nur mein Hotelzimmer von innen gesehen habe. Und wenn du jetzt denkst, das klingt schon nach einem Albtraum, dann lies hier wie es war, mit der Lebensmittelvergiftung des Grauens wieder zurück nach Bali und schließlich nach Deutschland zu kommen.

Fazit

Wenn ich auf unsere Reise zurückblicke, war es genau die Mischung, die Indonesien für mich so besonders macht: beeindruckende Natur, chaotische Städte, herzliche Menschen und Momente, in denen einfach gar nichts nach Plan läuft – aber am Ende doch alles irgendwie perfekt ist. Java mit seinen Tempeln und Vulkanen, Bali mit seiner Magie und Lombok mit seiner Ruhe – jede Insel hat ihren eigenen Charakter, und genau das macht sie so einzigartig.

Auch wenn unterwegs nicht immer alles glattlief, war diese Reise eine meiner schönsten bisher. Ich habe so viele Eindrücke gesammelt, so viele wunderschöne Orte gesehen und einmal mehr gemerkt, wie gut es tut, einfach loszuziehen, ohne zu viel zu planen.

Indonesien ist und bleibt mein absolutes Lieblingsland – kein anderes hat mich bisher so fasziniert, überrascht und berührt. Und ich bin mir ziemlich sicher: Ich komme wieder.

Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!

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