Meine Malang Highlights

Malang steht bei vielen Reisenden eigentlich nur aus einem Grund auf der Route: der Mount Bromo. Die meisten kommen spät an, stehen mitten in der Nacht wieder auf, fahren zum Sonnenaufgang zum Vulkan – und reisen danach direkt weiter.

Eigentlich schade. Denn Malang selbst hat mehr zu bieten als nur einen berühmten Vulkan in der Nähe: bunte Viertel, grüne Teeplantagen und ziemlich gutes Essen.

Wenn du gerade eine Reise durch Indonesien planst, findest du meine komplette Route übrigens in meinem Beitrag „Indonesien in 3 Wochen – meine Reiseroute von Java über Bali bis Lombok.

Hier zeige ich dir meine persönlichen Malang Highlights

Flugzeug

Die schönsten Malang Sehenswürdigkeiten

Malang wird oft nur als Ausgangspunkt für den Mount Bromo genutzt. Dabei gibt es rund um die Stadt mehrere Orte, die sich absolut lohnen. Diese Highlights solltest du dir in Malang und Umgebung nicht entgehen lassen.

Mount Bromo

Schon klar, dass ich mir so einen besonderen Sonnenaufgang an so einem besonderen Ort nicht entgehen lassen wollte. Und ja – auch für mich war der Mount Bromo der Hauptgrund, Malang zu besuchen.

Die Touren zum Vulkan starten allerdings zu einer Uhrzeit, zu der man normalerweise noch tief schläft. Abfahrt ist meist gegen 0:30 oder 1 Uhr nachts, danach fährt man etwa zwei bis zweieinhalb Stunden mit dem Jeep durch die Dunkelheit Richtung Vulkan.

Am Aussichtspunkt angekommen heißt es dann erst einmal: warten, bis die Sonne aufgeht.

Der Sonnenaufgang am Mount Bromo ist ein absolutes Touristenspektakel. Es wird also ziemlich voll. Dafür ist die Infrastruktur dort oben erstaunlich gut – ich würde sogar sagen besser als in Brandenburg. Es gibt kleine Cafés, in denen man sich die Wartezeit mit heißen Getränken und Snacks vertreiben kann, und auch ein paar Shops mit Souvenirs.

Ein Tipp: Probier unbedingt die gebackenen Bananen. Sie schmecken wie der Himmel auf Erden und wärmen dich in der kalten Nacht.

Und kalt wird es wirklich. Obwohl Indonesien sonst eher warm ist, kann es hier oben morgens richtig frostig sein. Viele Stände verleihen deshalb Jacken – ein Service, den ich absolut empfehlen kann.

Nach etwa zwei Stunden Warten geht es schließlich zum Viewpoint. Ich verspreche dir: Es wird voll.

Aber das tut dem Moment keinen Abbruch. Wenn die Sonne langsam aufgeht, taucht sie die gesamte Vulkanlandschaft in warmes, rotes Licht. Der Mount Bromo hebt sich immer deutlicher aus der riesigen Sandfläche hervor und die Umrisse der umliegenden Vulkane werden sichtbar.

Nach dem Sonnenaufgang ist der Ausflug aber noch nicht vorbei. In der Regel geht es anschließend noch direkt zum Mount Bromo selbst.

Mit dem Jeep fährt man durch die riesige Sandfläche, die auch „Sea of Sand“ genannt wird, bis zum Fuß des Vulkans. Von dort führt eine lange Treppe hinauf zum Kraterrand. 

Oben angekommen blickt man direkt in den rauchenden Krater des Mount Bromo. 

Ein Hinweis noch zum Weg zum Krater: Am Fuß des Vulkans werden überall Pferde angeboten, mit denen man zum Krater reiten kann. Ich rate davon dringend ab.

Viele der Tiere wirken völlig überanstrengt. Einige Pferde sabberten vor Anstrengung und wurden teilweise ziemlich grob behandelt. Wir haben sogar gesehen, dass Pferde geschlagen wurden, wenn sie nicht schnell genug weiterliefen. Besonders irritierend fand ich auch, dass bei einigen Tieren die Mähnen gefärbt waren – offenbar, damit sie für Fotos attraktiver wirken.

Der Weg zum Krater ist zwar eine kleine Anstrengung, aber zu Fuß absolut machbar – und meiner Meinung nach die deutlich bessere Wahl.

Wenn du den Ausflug zum Mount Bromo machen möchtest, solltest du die Tour am besten schon vorher online buchen. Viele Anbieter starten mitten in der Nacht in Malang und bringen dich mit dem Jeep zu den verschiedenen Aussichtspunkten. Wir haben unsere Tour vorab gebucht, was ich definitiv empfehlen kann – so erspart man sich die Organisation vor Ort.

Ein Blick auf Plattformen wie GetYourGuide kann sich lohnen, um verschiedene Anbieter und Preise zu vergleichen.

Da der Mount Bromo eines der spektakulärsten Naturerlebnisse auf Java ist, werde ich dem Vulkan übrigens noch einen eigenen Blogartikel widmen, in dem ich genauer auf die Tour, den Ablauf und meine Tipps eingehe.

Jodipan – das bunte Dorf von Malang

Nach der eher rauen Vulkanlandschaft rund um den Mount Bromo wirkt Jodipan Colorful Village plötzlich wie eine komplett andere Welt.

Das Viertel liegt direkt am Fluss und war früher ein eher unscheinbares Wohngebiet. Bis ein paar Studenten auf die Idee kamen, die Häuser bunt anzumalen. Heute ist daraus das sogenannte „Rainbow Village“ geworden und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Malang.

Beim Herumlaufen durch die engen Gassen entdeckt man überall neue Farben, Wandmalereien und kleine Fotospots. Von den meisten Stellen hat man einen schönen Blick über die vielen bunten Häuser, die sich den Hang hinunterziehen.

Der Eintritt kostet nur ein paar tausend Rupiah (umgerechnet etwa 30 Cent). Als Ticket bekommt man ein kleines Andenken: einen kleinen Plüsch-Schlüsselanhänger.

Als ich dort war, waren überraschend wenig Touristen unterwegs, was den Besuch besonders angenehm gemacht hat. Hin und wieder begegneten mir Einheimische auf dem Weg durch die Gassen und ein paar Studenten waren gerade dabei, neue kleine Kunstwerke an die Wände zu malen.

Arema Blue Village – das blaue Dorf von Malang

Direkt neben dem bunten Jodipan Colorful Village liegt noch ein weiteres Viertel: das Arema Blue Village. Während in Jodipan alles bunt ist, ist hier fast alles blau gestrichen – Häuser, Treppen und Mauern.

Das Projekt ist noch gar nicht so alt. Erst im April 2018 begann man damit, Kampung Biru Arema komplett blau anzumalen, um den lokalen Fußballverein Arema FC zu ehren.

Das Dorf liegt auf der anderen Seite der Bahnbrücke gegenüber von Jodipan – man kann also beide Viertel problemlos miteinander verbinden.

Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Auf einigen Dächern ließen Kinder ihre Papierdrachen steigen. Sie rannten über die Dächer, riefen sich etwas zu und versuchten, ihre Drachen immer höher in den Himmel zu bekommen.

Das war irgendwie ein richtig schöner Moment. Zu sehen, wie sie draußen zusammen spielen und ihre Zeit mit Freunden verbringen – statt irgendwo am Handy zu hängen.

Wonosari Teeplantagen – grüne Hügel und frische Luft

Etwas außerhalb von Malang liegen die Wonosari Tea Plantation.

Die Teeplantagen rund um den Kuneer Hill gehen übrigens noch auf die Zeit der niederländischen Kolonialisierung zurück. Damals wurden in der Region wegen des etwas kühleren Klimas Produkte wie Kaffee, Tee, Tabak und Kautschuk angebaut.

Der Eintritt in das Gebiet kostet etwa 12.000 IDR pro Person. Vom Parkplatz aus kann man entweder etwa 30 Minuten zum Aussichtspunkt laufen oder sich mit einem Motorrad nach oben bringen lassen.

Wir sind zuerst ein Stück mit dem Quad durch die Gegend gefahren und danach zum Kuneer Hill gewandert. Der Weg führt durch die Teeplantagen und immer wieder hat man schöne Ausblicke über die grünen Hügel.

Die Luft dort oben war richtig gut und die ganze Umgebung wirkt sehr ruhig. Nach dem frühen Aufstehen für den Mount Bromo und dem Trubel in den bunten Vierteln von Malang war das ein schöner Kontrast.

Ganz reibungslos lief unser Ausflug allerdings nicht. Für den Rückweg wollten wir eigentlich einfach ein Uber bestellen – nur leider hat sich kein Fahrer gefunden. Zum Glück hat sich ein Ranger bzw. Polizist vor Ort darum gekümmert, dass wir irgendwie wieder zurück nach Malang kommen.

Mein Tipp: Wenn du ohne eigenen Fahrer dort unterwegs bist, bestell dir am besten schon vorher ein Uber mit fester Abholzeit, damit du später nicht festhängst.

Cwie Mie – Malangs berühmte Nudeln frische Luft

Wenn du in Malang bist, solltest du unbedingt einmal Cwie Mie probieren. Die Nudeln gelten als eine der typischen Spezialitäten der Stadt.

Auf den ersten Blick erinnern sie ein bisschen an chinesische Nudelgerichte: dünne Nudeln mit fein gehacktem Hühnchen, Frühlingszwiebeln und knusprigen Toppings. Die Nudeln gibt es aber auch in einer vegetarischen Variante.

Was mich besonders überrascht hat, war die Sauce. Die ist richtig schön tomatig und super lecker. (Hat mich irgendwie an Omas Tomatensauce erinnert – war also im 7. Himmel.)

Besonders gut geschmeckt haben sie mir bei Hot Cui Mie S. Parman. Der Laden ist ziemlich schlicht, aber die Nudeln waren hervorragend und offenbar auch bei Einheimischen sehr beliebt – immer ein gutes Zeichen.

Reisetipps für Malang

Anreise

Ich bin von Yogyakarta mit dem Bus nach Malang gefahren. Das Ticket habe ich vorher ganz unkompliziert online gebucht.

Die Fahrt hat ungefähr sechs Stunden gedauert und war überraschend komfortabel. Es war ein richtiger Premium-Bus mit bequemen Sitzen und sogar einem kleinen Lunchpaket. Unterwegs haben wir außerdem noch einen Mittagsstopp gemacht, sodass sich die Fahrt wirklich gut aushalten ließ.

Alternativ kannst du Malang auch mit dem Zug erreichen. Die Bahn ist auf Java generell eine sehr angenehme Art zu reisen und verbindet viele größere Städte miteinander.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise über Surabaya. Dort befindet sich der größte Flughafen der Region, von dem aus du Malang in etwa zwei bis drei Stunden mit Zug, Bus oder Auto erreichen kannst.

Beste Reisezeit

Malang liegt etwas höher als viele andere Städte auf Java, deshalb ist das Klima hier angenehmer und etwas kühler.

Die beste Reisezeit ist in der Trockenzeit von etwa Mai bis Oktober. Dann ist das Wetter stabiler und die Chancen auf einen klaren Sonnenaufgang am Mount Bromo sind deutlich besser.

Wie viele Tage einplanen?

Viele Reisende bleiben nur eine Nacht in Malang, um früh morgens zum Mount Bromo zu fahren. Wenn du auch die Stadt und die Umgebung sehen möchtest, würde ich drei bis vier Nächte einplanen.

So bleibt genug Zeit für Mount Bromo, Jodipan & Arema Blue Village, einen Ausflug zu den Wonosari Teeplantagen.

Transport vor Ort

In Malang kommt man gut mit Grab oder Uber durch die Stadt.

Für Ausflüge außerhalb – zum Beispiel zu den Teeplantagen – ist es sinnvoll, die Rückfahrt schon vorher zu planen oder direkt eine feste Abholzeit zu vereinbaren, da es dort manchmal schwierig sein kann, spontan einen Fahrer zu finden.

Fazit: Lohnt sich Malang?

Kurz: ja.

Mach nicht den Fehler und komm nur nach Malang, um schnell den Mount Bromo zu bestaunen und dann wieder abzuhauen. Es lohnt sich wirklich, länger zu bleiben.

Zwischen bunten Vierteln wie Jodipan und dem Blue Village, grünen Teeplantagen rund um den Kuneer Hill und ziemlich guten Nudeln gibt es hier mehr zu entdecken, als man vielleicht zuerst denkt.

Malang ist außerdem eine angenehm entspannte Stadt und ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.

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