Yogyakarta Reiseguide: Die besten Sehenswürdigkeiten, Tempel & Tipps

Yogyakarta war für uns ein fester Bestandteil unserer 3-wöchigen Indonesien-Reiseroute und hat sich als perfekter kultureller Zwischenstopp erwiesen – besonders zwischen Großstadt, Tempeln und Natur. Yogyakarta ist eines der kulturellen Zentren Indonesiens – und trotzdem noch immer ein echter Geheimtipp auf vielen Reiserouten. Die Stadt auf Zentraljava ist vor allem für ihre beeindruckenden Tempel, günstigen Preise und spektakulären Sonnenuntergänge bekannt. In diesem Yogyakarta Reiseguide zeige ich dir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, gebe dir praktische Tipps und sage dir, wie lange du wirklich bleiben solltest.

Yogya

Beste Reisezeit und Reisedauer

Die beste Reisezeit für Yogyakarta ist während der Trockenzeit von April bis Oktober. Dann ist es sonnig, die Luft ist klar, und die Tempel sowie Aussichtspunkte lassen sich am besten erkunden. In der Regenzeit (November bis März) kann es dagegen häufiger kurze, heftige Schauer geben, die Sightseeing und Sonnenuntergänge etwas erschweren.

Für die meisten Reisenden reichen drei Tage, um die Highlights der Stadt in Ruhe zu entdecken. In dieser Zeit kannst du die wichtigsten Tempel besichtigen, durch das bunte Stadtleben schlendern und mehrere Aussichtspunkte sowie spektakuläre Sunset-Spots erkunden. Damit ist Yogyakarta der perfekte Ort, wenn du Java entdecken möchtest, ohne lange an einem Ort bleiben zu müssen.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Yogyakarta

Malioboro Street – das Herz der Stadt

Die Malioboro Street ist das Herz von Yogyakarta. Sie erstreckt sich über einen Kilometer und verbindet Kultur, Shopping und Streetfood. Hier spürt man das echte Stadtleben und kannst neben Souvenir-Shopping auch an Batik-Workshops teilnehmen und dein eigenes Souvenir gestalten.

Ab 18 Uhr wird die Straße für den Verkehr gesperrt. Dann kommen Pferdekutschen durch, Straßenkünstler treten auf, und das Streetfood-Angebot explodiert förmlich. Man kann an jeder Ecke etwas probieren – aber Vorsicht: Ich hatte auf meiner Indonesien-Reise eine schlimme Lebensmittelvergiftung, die eine der schlimmsten Erfahrungen war, die ich je gemacht habe.
Wenn du wissen willst, wie schlimm das war, kannst du meinen Beitrag dazu hier lesen.

Die Straße eignet sich sowohl für einen ersten Eindruck der Stadt als auch für einen Abendspaziergang, wenn sie am lebendigsten ist. Tagsüber wird es oft sehr heiß, deshalb lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag.

Borobudur Tempel – der größte buddhistische Tempel der Welt

Der Borobudur Tempel ist ohne Zweifel das Highlight jeder Yogyakarta-Reise. Er gilt als der größte buddhistische Tempel der Welt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Besuch hier darfst du also auf keinen Fall verpassen.

Deine Tickets buchst du am besten online und im Voraus, da sie oft schnell ausverkauft sind. Der Preis liegt bei etwa 25 Euro, je nachdem, welche Ticketart du wählst. Es gibt günstigere Tickets, bei denen man den Tempel nur von außen besichtigen kann, und teurere Tickets, die es ermöglichen, den Tempel zu besteigen – meine klare Empfehlung. Von oben wirkt der Tempel einfach deutlich imposanter, und die Aussicht über die umliegende Landschaft ist spitze.

Der Aufstieg ist nur mit einem Guide erlaubt und in speziellen Schuhen erlaubt, beides ist im Ticketpreis enthalten. Du bekommst eine Führung in einer kleinen Gruppe. Danach hast du aber genug Zeit, um den Tempel auf eigene Faust zu erkunden und Fotos zu machen. Die Schuhe kannst du als Andenken behalten. Wer den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang erleben möchte, kann spezielle Tickets buchen, die aber teurer sind.

Yogya

Prambanan Tempel – beeindruckender Hindu-Tempel

Der Prambanan Tempel ist der größte hinduistische Tempelkomplex Indonesiens und gleichzeitig ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, vor allem, weil er einen spannenden Kontrast zum buddhistischen Borobudur bietet und Yogyakarta kulturell so einzigartig macht.

Der Eintritt kostet etwa 20 Euro. Auch hier empfehle ich dir, die Tickets im Voraus online zu buchen.

Das Gelände ist sehr weitläufig, daher solltest du bequeme Schuhe tragen. Neben den großen Haupttempeln gibt es auf dem Gelände noch weitere kleine Tempel, die du entweder zu Fuß oder mit einem angebotenen Shuttleservice erreichen kannst.

Ein Erlebnis, das uns hier zum ersten Mal begegnet ist und das du auf Java immer wieder erleben wirst: Einheimische möchten Fotos mit dir machen. Europäer sind auf der Insel noch eine echte Seltenheit, also sei cool, lächle und werde Teil eines Familienfotos.

Hutan Pinus Pengger – Fotospots mitten im Grünen

Der Hutan Pinus Pengger ist genau der richtige Ort, wenn du nach Tempeln und Stadt mal kurz raus in die Natur willst. Mitten im Pinienwald gibt es verschiedene kreative Fotospots aus Holz, die überraschend cool aussehen und sich perfekt für ein paar Erinnerungsfotos eignen.

Der Eintritt kostet wirklich nur ein paar Cent, und die meisten Fotospots kannst du kostenlos nutzen. Nur für die berühmte offene Hand muss man extra zahlen. Dort steht dann auch direkt ein Fotograf bereit, der ein ziemlich cooles Foto von dir macht. Ich habe darauf verzichtet – war mir ehrlich gesagt ein bisschen zu unangenehm – und mein Freund hat das Foto gemacht. Fand er nicht so cool, musste er aber durch.

Hier sind viele Einheimische unterwegs, also vergiss dein Lächeln fürs Familienfoto nicht.

Obelix Hills – entspannte Aussicht mit Weitblick

Die Obelix Hills sind der perfekte Ort für dich, wenn du nach der Hektik in der Stadt einen Moment der Ruhe ohne Touris suchst. Ein wenig außerhalb von Yogya findest du auf einem Hügel die Obelix Hills und hier ist alles weitläufig, ruhig und angenehm entspannt. Es ist ein bisschen wie ein kleiner Vergnügungspark, aber ohne Achterbahnen – dafür aber mit coolen Plätzen, um rumzuliegen und das ein oder andere Getränk zu genießen.

Was du neben Aussicht und Chill-Areas hier auch entdecken wirst, sind Schaukeln. Sie ähneln den Bali-Swings, sind aber weitaus preisgünstiger.

Du kannst die Obelix Hills sowohl tagsüber besuchen, um einfach die Ruhe und den Blick über die Landschaft Javas auf dich wirken zu lassen, als auch am späten Nachmittag, wenn sich alles langsam Richtung Sonnenuntergang bewegt. Besonders schön ist, dass es genug Platz gibt – kein Gedränge, kein Stress, kein Kampf um den besten Spot.

Der Ort eignet sich perfekt für eine kleine Pause zwischen Tempeln und Sightseeing.

Becici Park – mein absoluter Lieblingsplatz in Yogyakarta

Das Beste kommt zum Schluss!  Der Becici Park war für mich ganz klar der schönste Ort in Yogyakarta – und ja, definitiv mein Lieblingsplatz dort. Die Sonnenuntergänge sind hier einfach unglaublich. Man sitzt hier erhöht mit Blick über die grüne Landschaft Javas und hat einfach die beste View. Und das Beste: Es ist nicht überlaufen, du kannst den Sonnenuntergang ganz in Ruhe genießen.

Man zahlt zwar wieder ein paar Cent Eintritt, aber ganz ehrlich: Es lohnt sich mehr als alles andere. Der Park liegt mitten im Wald, umgeben von Natur, fernab von Trubel und Touristenströmen. Natur pur – und für mich immer noch ein echter Geheimtipp.

Auch nicht schlecht: Im Becici Park gibt es ein kleines Café, in dem du dir einen Kaffee oder ein anderes Getränk holen kannst. Mit einem warmen Kaffee in der Hand den Sonnenuntergang zu beobachten, macht das Ganze noch gemütlicher.

Was du sonst noch wissen solltest

Wie komme ich nach Yogyakarta?

Yogyakarta ist sehr gut angebunden und lässt sich problemlos mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Bus erreichen. Der internationale Flughafen bietet viele Direktverbindungen innerhalb Südostasiens. Wir sind von Kuala Lumpur nach Yogyakarta geflogen, was überraschend unkompliziert und preiswert war – eine perfekte Route, wenn du Malaysia und Indonesien miteinander kombinieren möchtest. Wenn du vorher in Malaysia unterwegs bist, schau dir unbedingt meinen Beitrag zu den coolsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur an.

Eine gute Anbindung hast du übrigens auch von Bali mit AirAsia.

Fortbewegung in Yogyakarta

Vor Ort gibt es mehrere Möglichkeiten, sich fortzubewegen. Wer flexibel sein möchte, kann sich einen Roller mieten. Die Preise liegen bei etwa 70.000 IDR (≈ 5 USD) pro Tag, und der Verkehr ist vergleichbar mit dem auf Bali. Wenn du Rollerfahren gewohnt bist, kommst du gut zurecht – einen Helm solltest du dir aber immer geben lassen.

Wir selbst haben uns größtenteils mit Grab fortbewegt, was extrem gut funktioniert hat. Die App ist günstig, zuverlässig und stressfrei, besonders wenn man keine Lust auf den Verkehr hat. Auch Gojek ist eine gute Alternative. Wichtig ist nur, dass du die App bereits vor deiner Ankunft in Asien herunterlädst, da für die Registrierung ein SMS-Bestätigungscode benötigt wird.

Fazit

Yogyakarta ist eines der kulturellen Highlights Indonesiens. Die Kombination aus beeindruckenden Tempeln, günstigen Preisen, Natur und spektakulären Sonnenuntergängen macht die Stadt zu einem perfekten Zwischenstopp auf jeder Java- oder Indonesien-Reise.

3 Tage reichen aus, um das Beste aus Yogyakarta herauszuholen – und wahrscheinlich willst du danach trotzdem noch länger bleiben

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